"Nahrhaftes" vom Narren ist positives Feedback

von Kadna (Kommentare: 0)

Übrigens ...

... "Feedback" hat mit Füttern zu tun!

Auch wenn wir zunehmend mehr von positiver Kritik sprechen, schwingt mit diesem Ausdruck noch immer Negatives mit. Schließlich werde ich ja kritisiert oder ich kritisiere. Noch nie habe ich gehört, dass jemand die Formulierung wählt: "Ich positiv-kritisiere jetzt einmal deinen Vortrag ..."
Es ist ja nicht so, dass ich Rückmeldungen (klingt auch schon netter Zwinkernd) nicht zu schätzen weiß. Aber aus eigener Erfahrung und aus vielen Einzelcoachings mit anderen weiß ich, dass die Angst vor (negativer) Kritik Menschen ausbremst in ihrem freien Ausdruck und das finde ich sehr schade. Deshalb plädiere ich für den Ausdruck "Feedback", in der Hoffnung, dass dann positive Kritik wirklich nahrhaft ist und nicht "nur" verbessern will. Da kommt jetzt der Narr ins Spiel...

Zurzeit befinde ich mich gelegentlich auf dem "Weg des Narren" mit meiner "Fooling" Fortbildung. Ich interessiere mich ja sehr für künstlerische Freiheit im Leben und eben auch für die Narrenfreiheit, die ich mir für unseren Alltag hier und da mal wünsche. Zwinkernd Im Fooling geben wir uns Feedback - und zwar auf eine bestimmte Art und Weise und so lange, bis wir gefüttert sind! Lächelnd Das tut richtig gut und fördert enorm das Selbstvertrauen und die Spielfreude. Woran liegt das?

Die Fooling-Feedback-Leitfragen:

  • more of ...
    Was hätte ich gern mehr gesehen oder gehört?
    "Diesen Dialog zwischen deinem Verstand und den Gefühlen hätte ich mir noch stundenlang ansehen können."
  • touched by ...
    In welchen Momenten hat mich etwas in irgendeiner Weise berührt?
    "Als du am Anfang so unsicher warst und überhaupt nicht wusstest, was du sagen könntest - das hat mich sehr betroffen gemacht, weil ich das von mir auch kenne. Genau so fühlt sich das an."
  • noticed ...
    Was habe ich beobachtet?
    "Mir ist aufgefallen, dass du dir immer mehr Raum gegeben hast im Laufe der Zeit."


Das klingt doch ganz anders, als wenn ich sage
:
"Also, kürzer wäre besser, interessant wurde es nämlich erst bei deinem Zwiegespräch "Verstand-Gefühl" und als du dir mehr Raum genommen hast. Ich glaub, du warst am Anfang ziemlich unsicher und nervös, das war zu merken. Wenn du fest auf einer Stelle stehen bleibst, geht das besser."

Gott sei Dank setzt sich in der Pädagogik immer mehr das Wissen durch, dass es mehr Sinn macht, die Stärken zu stärken als die Schwächen ausmerzen zu wollen. Das entspannt (schulische) Lernsituationen ungemein. Und auch wir Erwachsene sind entspannter und effektiver, wenn wir liebevoller mit uns selbst "reden" und den Fokus auf die positiven Dinge richten. Lächelnd

Ich wünsche mir für uns alle viel mehr foolisches Feedback untereinander und natürlich auch viel mehr Narrenfreiheit, die wir uns gegenseitig gönnen! Zunge rausZwinkernd Der Narr hat noch einiges mehr zu bieten zum Thema "Lebenskunst" ... Für Interessierte gibt es hier Futter: WonderFool

Wie sind deine Erfahrungen mit Feedbacks? Kennst du auch Formen, die auf wertschätzende Art und Weise förderlich sind? Schreib deinen Kommentar oder ein feedback in das Kommentarfeld.

Lieben Gruß
Kadna

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