Reset - irgendwann geht's irgendwie weiter

von Kadna (Kommentare: 3)

Übrigens gibt es "Kunst zu leben" nicht mehr

Dieser Juni 2014 hatte es wirklich in sich. Ich bin in den letzten Wochen sowohl familiär als auch beruflich durch diverse Unwetter gezogen und beginne jetzt langsam damit, die gereinigte Luft wertzuschätzen. Manche Lebensschätze zeigen sich eben erst nach herausfordernden Phasen im Leben.

So musste ich in meinem näheren Umfeld die Notbremse ziehen und mich unterstützend einbringen. Dabei habe ich jede Menge Erfahrungen sammeln können im Umgang mit Ämtern, Kranken- und Bausparkassen, Banken, Ärzten, Pflegediensten und –heimen und langsam kommt wieder Land in Sicht. Aber noch keine Ruhe…

Meine eigene Notbremsung

Auch ich persönlich musste eine Notbremse ziehen und mein Unternehmen „Kunst zu leben“ gewerblich abmelden, damit das Finanzamt nicht den Eindruck gewinnt, ich handle aus Liebhaberei – was eine große finanzielle Nachzahlung für mich bedeutet hätte. Mitten im Chaos dann auch noch das! Mehr verdienen oder aufgeben? Die Menschen, die zu mir gekommen sind, waren alle begeistert – es waren nur zu wenig. Also habe ich den Newsletter entwickelt, mich auf Facebook privat und als Unternehmen täglich eingebracht, meine Webseite umgestaltet, Schnupperangebote gemacht, … bis mir dann dämmerte, dass es vorbei ist. Es reicht einfach nicht. Hui, das tat ganz schön weh! So viel Herzblut steckt in meiner Idee, seit 56 Monaten! Na so was, für jedes Lebensjahr einer Lächelnd

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Warum, wieso, weshalb?

Inzwischen weiß ich, dass dieser Schritt längst überfällig war. So ist es: wenn man selbst es nicht merkt, kommt das Leben und schickt dir z.B. einen Steuerberater, der Tacheles redet. Jetzt erkenne ich auch, dass ich nie einen großen Schnitt gewagt habe und meine Angebote/meine Webseite nicht völlig neu strukturiert habe. Ständig habe ich nur einzelne Aspekte, Absätze oder Menuepunkte verschoben, geändert, erneuert, gestrichen oder ergänzt. Immer mit dem Blick darauf, was könnte die Menschen ansprechen? Heute merke ich erst, wie anstrengend diese Zeit war, in der ich nahezu bei jeder Gelegenheit überlegt habe, ob und wie dies etwas für meine Angebote, meinen Newsletter oder die Facebookseiten sein könnte. – Hier noch ein Leserbrief zum Thema Stress, dort einen Vortrag halten, dahin zum  Netzwerktreffen, dieses Coaching noch mitmachen,… dann muss es doch endlich klappen!

In einer Einzelsitzung hätte ich jedem geraten, bleib doch mal bei dir selbst. Was willst du denn eigentlich? Aber man selbst bekommt ja immer als Letzter mit, was los ist. Stirnrunzelnd So hat sich dann meine Energie immer mehr zerfleddert – wie meine Webseite auch. Wie ein runderneuerter Reifen, statt einen neuen Reifen zu kaufen. Festhalten an Altem und „Verschlimmbessern“ anstatt radikal loszulassen und zu spüren, worum es wirklich geht. Ich denke, das kennen wir alle. Allerdings ist es für mich nicht einfach gewesen, mir einzugestehen, dass auch mir so etwas passiert. Schließlich habe ich in den letzten Jahren vielen Menschen auf ihrem Weg weitergeholfen. Inzwischen muss ich lachen, wenn mich jemand fragt, wie denn mein aufgegebenes Gewerbe geheißen hat: Kunst zu leben!

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Innehalten und sich (um-) orientieren

Tja, das Leben an sich ist immer schlauer. Interessanter Weise war das ja genau meine Botschaft: „höre wieder mehr auf den natürlichen Fluss des Lebens“. Ich bin dankbar für diese Erfahrung, die mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat. Botschafterin des Lebens werde ich weiterhin sein – es ist nur die Frage, wie das dann aussehen wird. Im Moment übe ich mich darin, nicht wie sonst mit neuen Ideen gleich loszulegen (es sprudelt bei mir immer sehr schnell), sondern wirklich innezuhalten und ein wahrhaftiges Reset zu machen. Der Neustart kommt noch früh genug.

Im Moment steht für mich das Thema „Coaching“ generell in Frage. Meine Erfahrungen der letzten Wochen zeigen mir, dass jeder wirklich seinen eigenen Weg beschreitet, im eigenen Rhythmus und mit den eigenen Umwegen. Alles Wollen von außen geht hier fehl. Die Lösungen liegen immer in jedem selbst. Deshalb sollte die Suche nach innen gerichtet sein, ohne eine Orientierung im Außen brauchen zu wollen. Im Grunde genommen ist jeder perfekt – es geht darum, alles loszulassen, was nicht liebevoll (für mich und die anderen) ist und eine innere Führung (Das Leben an sich, das Herz, Gott und Göttin, …) anzuerkennen. Wie kann solch eine Beratung aussehen? Vielleicht entwickle ich ein „Null-Coaching“? Zwinkernd

Außerdem schwebt mir ja seit einigen Jahren – eigentlich noch aus meiner Zeit als Kindergartenleiterin – die Idee eines Lebensgartens vor, in dem Erwachsene ganz ohne LEISTUNGSDRUCK tanzen, (hand-) werken, malen, schnacken, lesen, kochen, schaukeln, töpfern, backen, sich verkleiden, Indianer spielen, dichten, grillen, singen, gärtnern, spielen, musizieren,… können. Wenn ich ein paar Millionen gewinne, erschaffe ich ein solches Haus der Begegnung mit Spiel, Freude, Abenteuer, Gemeinschaft und freiem Ausdruck!

Du siehst, ich schwimme noch im Meer der Möglichkeiten, ohne zu wissen, wohin die Reise geht. Auf alle Fälle werde ich meine Webseite umkrempeln. Jede "Mittel zum Zweck-Energie" hat ausgedient und auch die Impulse von Schreib- und Marketingcoach, Grafikerin und Webdesigner lasse ich los. Ich folge nur noch mir selbst. Naja, Zwinkernd meinem Lebensfluss natürlich, denn ich weiß, dass ich nichts allein schaffen muss. Schauen wir doch mal, was mir das Leben so schenkt…

Kennst du ähnliche Momente aus deinem Leben, in denen du lieber an Altem festhalten wolltest, statt einen Sprung ins Neue zu wagen?

Lieben Gruß
Kadna

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Kommentar von Eveline |

Liebe Kadna, das kenne ich sehr gut.
Ich habe mich auch nicht bei Sabines neuen Göttinnenkurs angemeldet, weil ich tief spürte, ich muss meinen Weg alleine finden und gehen. Alles andere ist Ablenkung. Bleib bei dir selbst, das ist eine gute Erfahrung. Alles Gute dir. Herzlichst Eveline

Antwort von Kadna

Hallo Eveline,

danke für deine guten Wünsche. Ja, es wird Zeit, dass wir alle uns auf unseren eigenen Weg besinnen. Für jeden sieht es anders aus. Ich freue mich auf meinen Zwinkernd

Lieben Gruß,
Kadna

Kommentar von Silvia |

Liebe Kadna
Herzlichen Dank, dass Du Dich so offen mittelst.
Ich bin sicher, dass bei Dir alles gut wird, wenn ich auch sehr empört bin, wegen den Gesetzten !!!
Ich fnde es sehr schade, dass es das Gesetz will, dass Du aufgeben musstest, weil Du zu wenig verdient hast.
Bei mir ist es auch so, dass ich jammerte, weil ich zu wenig Patienten habe, bis ich in mich ging, und erkannt habe, dass es, so wie es ist, genau richtig ist. Die Menschen die kommen, denen kann ich sehr gut das geben was sie brauchen, sie sind auch total glücklich und dankbar. Wahrscheinlich auch darum, weil ich für sie Zeit habe und mich Ihnen voll und ganz widmen kann. Und noch dazu habe ich Zeit für meine Familie, mein Hobby - meinen Garten, kann Atem-Kurse bei Christina besuchen, meinen Haushalt, und so manches Andere ohne Stress machen...
Es kann doch nicht sein, dass dies verboten ist ! ?
Vielleicht möchtest Du Dich mit zwei Profi - Amos austauschen, die sich, wie ich glaube, auch in den Gesetzten sehr gut auskennen. ?
Liebe <3 - liche Grüsse
von Silvia

Antwort von Kadna

Liebe Silvia,

danke für deineWorte. Ich hardere nicht mit dem Gesetz und glaube genau wie du, dass alles sich zum Besten entwickeln wird. Wie ich ja auch geschrieben habe, bin ich dankbar für diese Erfahrung.

Im Moment sind wir - glaube ich - alle aufgefordert, uns und unseren Weg zu beleuchten (hihihi, so geht's zur Erleuchtung Zwinkernd). Spaß beiseite, alles, was nicht tragfähig ist, bricht zusammen und das ist auch gut so.

Schön, dass es dir so gut geht! Lieben Gruß,
Kadna

Kommentar von Christine W. |

Liebe Kadna,
das kenne ich auch - wie mache ich das beste aus dem, was da ist, anstatt meiner inneren Stimme zu folgen - was möchte entstehen?
Seit letztem Herbst übe ich mich darin, mich an die erste Stelle in meinem Leben zu setzen - herausfordernd, aber befreiend - das Leben wird einfacher und schöner.
Alles Liebe dir und eine herzliche Umarmung,
Christine W.

Antwort von Kadna

Danke liebe Christine,

es tut gut zu spüren, dass ich nicht allein auf dem Weg bin.

Mich an erste Stelle stellen ist eine schöne Anregung (die mir ja nicht neu ist Zwinkernd) - ich "vergesse" es nur im Alltagstrubel. Ich werde mich mal in deinen Wildnis-Hain "beamen" und ausspannen.

Herzensgrüße an dich
Kadna