Sich wohlfühlen im eigenen Leben, Teil 3

von Kadna

Artikelserie in der „Lebenskunst“ – Magazin für ganzheitliches Leben in Osnabrück – Münster – Bielefeld

Sich wohlfühlen im eigenen Leben
Die Kunst zu leben, Teil 3     Herbst 2011

Wissen Sie, was Tagesschau, Tränen und Märchen mit Vitaminen, Galle und Konservierungsstoffen gemeinsam haben? Sie alle spielen eine Rolle für unsere Verdauung.

Sich wohl zu fühlen im eigenen Leben ist immer eine Frage, wie wir uns ernähren. Die meisten Menschen wissen heute, wie sie bewusster essen können. Ich eigentlich auch. Denn wenn ich z.B. mal einen Hamburger esse, tönt gleich eine Stimme in meinem Kopf: „Nur weil du zu faul zum Kochen bist, ziehst du dir jetzt so ein fettes Teil rein ohne jeglichen Nährwert?!“ Ich weiß, dass ich in dem Moment nicht gut für mich gesorgt habe. Das kennen Sie sicher alle in ähnlicher Form. Noch nicht allgemein bekannt ist dagegen, dass unser seelisches Gleichgewicht ja sogar mentale Verspannungen auch von der Art und Weise abhängen, in der wir uns ernähren. In der wir Körper, Seele und Geist ernähren. Ernährung ganzheitlich sozusagen. Nahrungsmittel gibt es nämlich nicht nur für den Körper. Ein genauerer Blick auf die Prinzipien der Ernährung lohnt sich, wenn Sie etwas für Ihr Wohlbefinden in allen Bereichen Ihres Lebens tun wollen.

Das universelle Prinzip der Verdauung (Verarbeitung)
Täglich nehmen wir unterschiedliche Formen der Nahrung zu uns. Alles will verdaut werden. Unser Körper sucht sich das heraus, was ihm gut tut. Er unterscheidet in „das kann ich gebrauchen“ und „das kann weg“. Je mehr wir dabei beachten, was unser Körper braucht, desto weniger Unbrauchbares fällt an. Der Körper ist im Gleichgewicht, weil er genügend positive Energie bekommt und mit Negativem fertig wird. Jedes Zuviel bzw. Zuwenig stört dieses Gleichgewicht und hat Auswirkungen auf Befinden und Gesundheit. Dies ist ein universelles Prinzip – es wirkt ganzheitlich auf Körper, Seele und Geist.

Was nährt denn unsere Seele?
Unsere Seele denkt in Bildern und speichert Gefühle, Eindrücke und Erlebnisse in Bildern ab. Das heißt, dass alles, was in Form von Bildern im Laufe des Tages auf uns einwirkt, in der Seele gespeichert wird. Es ist wichtig, darauf zu achten, welche Bilder wir in uns hinein lassen. Albträume sind ein Beispiel für eine Reaktion unserer Seele, um zu zeigen, was schreckliche Bilder (TV-Nachrichten) mit uns machen.

Unsere Seele speichert also Gefühle. Ein Mechanismus, der uns guttut, wenn es um Positives geht. In dem Moment, wo es sich um Ärger, Wut oder Trauer handelt, ist es wichtig, diese Gefühle wirklich zu verdauen. Sie wollen angenommen und verstanden werden. Dann können wir angemessen reagieren und die Gefühle raus lassen, ehe sie im Unterbewusstsein landen.

Das Tor zu unserer Seele sind unsere 5 Sinne. Sie erzeugen unsere Gefühle und lassen uns die Welt erfahren. Björn Engholm in einem Spiegelinterview: „Die Leute müssen wieder lernen, dass ihr Zugang zur Welt nicht allein das Internet ist, sondern die Summe ihrer 5 Sinne - sehen, hören, riechen, schmecken, tasten“. Mit diesen Sinnen erspüren wir unsere Welt. Sie schaffen die Voraussetzung dafür, dass wir wirklich unser eigenes Leben leben können. Ihr Leben beruht auf Ihren Erfahrungen und auf Ihren Eindrücken. Werden Sie Torwächter. Entscheiden Sie selbst, was Sie zu sich herein lassen wollen und was nicht.

Praktische Anregungen für den Alltag

  • Gönnen Sie sich schöne innere und äußere Bilder. Lesen Sie wieder Romane, Gedichte oder Märchen, spazieren Sie durch die Natur oder in Ausstellungen.
  • Sehen bzw. hören Sie Nachrichten so viel wie nötig und so wenig wie möglich.
  • Gestalten Sie Mahlzeiten zu einem Schmaus der Sinne. Konzentrieren sich wirklich auf Ihr Essen; Zeitung lesen o.ä. ist in dieser Zeit tabu.
  • Meiden Sie Menschen, von denen Sie als seelischer Mülleimer benutzt werden.
  • Sorgen Sie für Streicheleinheiten von Mensch zu Mensch. Wählen Sie Kleidung, die sich angenehm anfühlt. Genießen Sie das Einseifen beim Duschen.
  • Lassen Sie Ihre Gefühle angemessen raus und klären Sie, wenn möglich, die Situation sofort.
  • Finden Sie Ausdrucksmöglichkeiten für Ihre Gefühle. Lautes Singen und wilde Tänze lösen Spannungen und können genauso gut Ausdruck von großer Freude sein.
  • Gönnen Sie sich kreatives Gestalten für „eigene“ Bilder. Schöpfer sein macht selbstbewusst und froh. Unterschiedlichste Gefühle z. B. beim Malen können wahrgenommen und verarbeitet werden.
  • Sorgen Sie für einen positiven Tagesabschluss. Lassen Sie Revue passieren, was alles an diesem Tag schön, interessant, berührend oder lustig gewesen ist. Seien Sie dankbar dafür.

Vielleicht können Sie die eine oder andere Idee in Ihrem Leben umsetzen. Fragen Sie sich immer öfter, ob dieses oder jenes jetzt gut für Sie ist. Bedenken Sie Nährwert und Verdauungsarbeit. Wählen Sie. Entscheiden Sie.
Wenn Sie Kinder haben, übernehmen Sie bitte die Rolle des Torwächters für Ihr Kind.


Kadna Greve – Kunst zu leben

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